Ein schönes Liebesgedicht zur Hochzeit ist z. B. „Ich bin mir meiner Seele“ von Theodor Storm (1817–1888):
Ich bin mir meiner Seele
In deiner nur bewusst,
Mein Herz kann nimmer ruhen,
Als nur in deiner Brust!
Mein Herz kann nimmer schlagen
Als nur für dich allein.
Ich bin so ganz dein eigen,
So ganz auf immer dein.
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Ein kurzes romantisches Liebesgedicht ist „Freudvoll und leidvoll“ von Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832):
Freudvoll
Und leidvoll
Gedankenvoll sein,
Langen
Und bangen
In schwebender Pein,
Himmelhoch jauchzend,
Zum Tode betrübt;
Glücklich allein
Ist die Seele, die liebt.
Tipp:
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Ein bekanntes Liebesgedicht von Rainer Maria Rilke (1875–1926) lautet „Liebes-Lied“:
Wie soll ich meine Seele halten, dass
sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
hinheben über dich zu andern Dingen?
Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiter schwingt, wenn deine Tiefen schwingen.Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Geiger hat uns in der Hand?
O süßes Lied
Tipp:
Schreib deiner/m Liebsten doch mal einen romantischen Brief!
Lange hab’ ich überlegt,
wie ich’s dir sagen kann.
Einen Brief versucht zu schreiben,
ihn verworfen, nur um dann
einzuseh’n: Es ist ganz leicht!
Ich muss es einfach wagen.
Und mit einem Reim aus tiefstem Herz
‚Ich liebe Dich‘ dir sagen.
Ein kurzes lustiges Herbstgedicht für Kinder lautet:
Drachentanz Bunte Bäume, Blättersegen,
Stoppelfeld und Sausewind.
Egal, ob Niesel oder Regen:
Hol den Drachen raus, mein Kind!Lass ihn steigen in die Höhe,
schau dir an den wilden Tanz.
Erfasst ihn auch mal eine Böe,
wedelt er frech mit dem Schwanz.
Es gibt kein klassisches Herbstgedicht von Heinz Erhardt (1909–1979). Jedoch spielt der Herbst eine wichtige Rolle in seinem Gedicht „Der Winter“:
Wenn Blätter von den Bäumen stürzen,
die Tage täglich sich verkürzen,
wenn Amsel, Drossel, Fink und Meisen
die Koffer packen und verreisen,
wenn all die Maden, Motten, Mücken,
die wir versäumten zu zerdrücken,
von selber sterben – so glaubt mir:
es steht der Winter vor der Tür!
Ich lass ihn stehn!
Ich spiel ihm einen Possen!
Ich hab die Tür verriegelt
und gut abgeschlossen!
Er kann nicht rein!
Ich hab ihn angeschmiert!
Nun steht der Winter vor der Tür –
und friert!
Das wohl bekannteste Herbstgedicht von Rainer Maria Rilke (1875–1926) ist „Herbsttag“:
Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.